Konten tauschen? Wie Banken neue Kunden anlocken

In den letzten Jahren hat sich im Bankensektor viel getan. Die freie Wahl der Bank und die zunehmende Digitalisierung haben die Karten neu gemischt. War es früher die örtliche Nähe einer Bankfiliale, die darüber entschied, ob man dort sein Konto eröffnen wollte, sind es heute andere Dinge, die Kontoinhaber interessieren:
Wie gut sind die digitalen Services und wie sind die Konditionen? Deshalb nimmt der Wettbewerb zwischen den Banken zu, worauf die Banken mit interessanten Angeboten für Neukunden reagieren.

Hier erfahren Sie, was sich hinter den Girokonto-Boni verbirgt.

Wer ein Konto oder gar ein Aktiendepot bei einer neuen Bank eröffnen möchte, kann nicht nur von möglicherweise besseren Konditionen, sondern auch von satten Wechselboni profitieren. Während einige Banken Pauschalbeträge als Startkapital anbieten, zahlen andere prozentuale Boni. Die Höhe dieser Boni richtet sich in der Regel nach der Anzahl der Anteile im Depot oder nach der Höhe der Einzahlung.
Direktbanken wie die ING DiBa oder DKB haben den Trend zum digitalen Banking erkannt und nutzen ihn ebenfalls: Sie bieten den Kunden einen sehr guten Service und sogar ein kostenloses Girokonto.

Was bieten die Banken noch?

Zusätzlich zu den üblichen Bargeldboni gibt es weitere Boni, die für viele Suchende den Ausschlag geben können. Diese Modelle sind bei der Suche nach dem perfekten Bankkonto relativ häufig anzutreffen:

Cashback-Modelle.

Viele kennen das Prinzip von Cashback auf Einkäufe bereits. Wenn Sie bei bestimmten Händlern einkaufen, wird Ihrem Konto Geld gutgeschrieben. Viele Banken ermöglichen es ihren Kunden, über spezielle Links in Online-Shops einzukaufen. Eine weitere Möglichkeit ist die Bezahlung mit einer Kreditkarte, damit der Barwert bei der Gewährung von Cashback berücksichtigt wird.
In der Regel können Bankkunden auf diese Weise eine Gutschrift zwischen 1% und 15% pro Einkauf erhalten. Wer regelmäßig im Internet einkauft, kann von einem Cashback-Modell sehr profitieren.

Zusätzliche Dienstleistungen wie Reisebuchungen

Seit einigen Jahren übernehmen Kreditinstitute mehr Aufgaben als nur die Geldverwaltung. Einige Banken bieten zum Beispiel eigene Telefontarife oder Stromverträge an. Eine relativ neue Ergänzung ist die Reisebuchung. Vorreiter war hier die Sparkasse, die mit ihrem Modell S-Reisen die Buchung von Reisen über die Bank ermöglichte.
Damit können Bankkunden bei Urlaubsbuchungen bis zu 5 % sparen. Aber das ist noch nicht alles, denn auch Konzert- oder Showbesuche können im Rahmen dieser Angebote genutzt werden.
Andere Banken, zum Beispiel N26, kooperieren mit Reiseanbietern. Zum Beispiel können ihre Kunden über das Portal Booking.com vergünstigte Reisen buchen. Das Angebot ist vielfältig, so können neben Reisen auch Dinge wie Online-Sprachkurse oder E-Scooter-Mieten vergünstigt genutzt werden.

Voraussetzungen für Boni

Wenn Sie einen guten Bonus bekommen wollen, sollten Sie zwei Dinge tun: Wählen Sie eine geeignete Bank im Giro- oder Depotvergleich und lesen Sie dann das Kleingedruckte genau. Insbesondere Kursboni sind oft an bestimmte Bedingungen geknüpft. Wenn Sie diese nicht erfüllen, kann die Bonuszahlung verfallen. Hier sind die häufigsten Bedingungen:
Wenn Sie das Depot wechseln und eine Bonusgutschrift erhalten, müssen Sie diese innerhalb einer bestimmten Zeitspanne nutzen, d.h. investieren. Der Girokontowechsel-Bonus wird in der Regel erst mit dem ersten Geldeingang auf dem Konto gutgeschrieben, bei vielen Banken im Monat der Kontoeröffnung. Wer das verpasst, geht manchmal leer aus. Es lohnt sich also, sich so gut wie möglich über die genauen Anforderungen zu informieren, um das Beste aus dem Bankwechsel herauszuholen.

Aufbau einer Plattform als Ziel

In der Vergangenheit waren Banken vor allem für eines da, nämlich für finanzielle Angelegenheiten wie Girokontoanfragen, Kreditanträge und Anlageberatung. Heute verfolgen viele von ihnen ein neues Ziel. Sie wollen der universelle Ansprechpartner für alle wichtigen Lebenssituationen werden. Durch Kooperationen mit Reiseanbietern, Stromanbietern, Versicherungen oder großen Online-Shops schaffen sie eine möglichst überfüllte E-Commerce-Plattform.
Je umfangreicher ihr Angebot ist und je besser der Kunde es nutzt, desto mehr Vorteile ergeben sich für beide Seiten: Während der Kunde der Bank Geld sparen kann, kann die Bank ihr Alleinstellungsmerkmal ausbauen, um ihn zu binden. Gleichzeitig kann die Bank an der Kooperation verdienen und ihre Liquidität erhöhen, ohne den Kunden zu belasten.